Podcast


Notabene. Literatur in Sachsen. Wir machen die sächsische Literaturszene hörbar!
Episode 17

Übersetzer sind immer auch Kulturvermittler: Gunter Böhnke im Gespräch

1992 war der Übersetzer und Kabarettist Gunter Böhnke Mitbegründer von „Die Fähre. Sächsischer Verein zur Förderung literarischer Übersetzung“. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hat er in den letzten 30 Jahren unzählige Veranstaltungen organisiert, um Übersetzerinnen und Übersetzern ein Podium zu bieten und deren Arbeit öffentlich zu würdigen. Denn die beschränkt sich längst nicht auf die reine Spracharbeit, sondern ist immer auch ein Brückenschlag zwischen den Kulturen. In diesem Podcast spricht der langjährige Vereinsvorsitzende über seinen persönlichen Werdegang als Übersetzer, über erinnerungswürdige Höhepunkte des Vereinsleben, aber auch über die Schwierigkeiten, den Staffelstab an eine jüngere Generation weiterzugeben
Episode 16

Ein geschichtsträchtiger Verein stellt sich den Anforderungen der Gegenwart: Heike Haupt im Gespräch

1825 wurde in Leipzig der Börsenverein Deutscher Buchhändler gegründet, der heute unter dem Titel Börsenverein des Deutschen Buchhandels firmiert und die Interessen von Verlagen, Zwischenbuchhändlern und Sortimentsbuchhändlern vertritt. Neben dem Bundesverband verfügt der Börsenverein über sechs Landesverbände, worunter der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Sitz im Leipziger Haus des Buches. Die Geschäfte werden hier von Heike Haupt geführt. In diesem Podcast spricht die gelernte Buchhändlerin über die Aufgaben ihres Verbandes und erzählt, wie der Verband auch in Zeiten von Corona und Inflation für ihre Mitglieder einsteht. 
Episode 15

„Künstliche Intelligenz und die Eroberung des Weltraums sind große Mythen der Gegenwart“: Elmar Schenkel im Gespräch

Seit 1995 gibt es in Leipzig den Arbeitskreis für vergleichende Mythologie. Ein Verein, der sich mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, Publikationen und einem Blog den Mythen, Erzählungen und Narrativen aller Kulturen und Religionen dieser Welt widmet, ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede erforscht. Seit 2019 ist der Anglist, Schriftsteller und Übersetzer Elmar Schenkel Vorsitzender des Arbeitskreises. In diesem Podcast spricht er über die Arbeit des Vereins, über seine Ankunft in Leipzig Anfang der 1990er Jahre und darüber, wie er bereits als Kind auf einem westfälischen Dorf in Berührung mit asiatischen Kulturen kam. (Foto: Christian Modla)
Episode 14

„Man kann das Amt der Stadtschreiberin auch anders denken“: Katharina Bendixen im Gespräch

Katharina Bendixen ist Schriftstellerin, doch dass sie sich selbstbewusst so nennen konnte, das hat eine Weile gedauert. In diesem Podcast spricht sie darüber, wie sie Autorin wurde und welche Nachricht sie zu ihrem aktuellen Jugendbuch „Taras Augen“ inspiriert hat. Außerdem erzählt sie, warum es ihr wichtig ist, sich für das Thema „Autorschaft und Elternschaft“ zu engagieren und welche Pläne sie für ihr Amt der Stadtschreiberin in Dresden hat, das sie im Juni antreten wird.
Episode 13

„Erich Kästner ist in Asien sehr populär“: Andrea O’Brien im Gespräch

1899 wurde Erich Kästner in Dresden geboren und verbrachte hier Kindheit und Jugend. Die Villa Augustin, die einst Kästners Onkel Franz Augustin gehörte, erfüllt heute als Erich Kästner Haus für Literatur in Dresden viele Funktionen zugleich. Sie ist heute Museum, Literaturcafé und Veranstaltungsort, der das Erbe des Schriftstellers pflegt und es geschickt mit der Gegenwart verbindet. In diesem Podcast spricht Andrea O’Brien, die Leiterin des Hauses, über ihre Arbeit und die anhaltende Popularität Erich Kästners.
Episode 12

Vorgestellt: der Sächsische Bücherkoffer im Frühjahr 2022

Romane, Gedichtbände, Kinderbücher: zwei Mal im Jahr empfiehlt der Sächsische Literaturrat zehn bemerkenswerte Neuerscheinungen von Schriftsteller*innen, Dichter*innen und Übersetzer*innen in und aus Sachsen. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt, bei der die Titel vorgestellt werden. In diesem Podcast sprechen Bettina Baltschev, Geschäftsführerin des Literaturrates und die Leipziger Literaturkritikerin Linn Penelope Micklitz über die Bücher, legen rote Fäden, sprachliche Eigenheiten und regionale Anbindungen der unterschiedlichen Texte frei.
Episode 11

„Der Krieg muss auch literarisch gewonnen werden“: Svetlana Lavochkina im Gespräch

Als die ukrainische Schriftstellerin, Übersetzerin und Lehrerin vor mehr als zwei Jahrzehnten nach Leipzig kam, hat sie sich sofort in diese Stadt verliebt. Sie mochte die Mischung aus Großstadt und Gemütlichkeit. Ihre im Verlag Voland & Quist erschienenen Romane „Puschkins Erben“ und „Die rote Herzogin“ hat sie jedoch auf Englisch geschrieben, weil ihr das eine emotionale Distanz zur Handlung ermöglichte. In diesem Podcast erzählt Svetlana Lavochkina unter anderem davon, wie ihr seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine wenig Zeit zum Schreiben bleibt, weil sie rund um die Uhr im Einsatz für ihre Heimat ist, zahlreiche Interviews gibt, Hilfe für geflüchtete Ukrainer*innen organisiert und Kontakt zur ukrainischen Literaturszene hält.
Episode 10

„Bücher zu verlegen ist auch ein kreativer Akt“: Andreas Heidtmann im Gespräch

2005 wurde der Leipziger „Poetenladen“ als digitales Literaturportal gegründet, heute gehört er zu den wichtigsten deutschen Lyrikverlagen und spielt mit seinen Dichterinnen und Dichtern in der Bundesliga, wie es Verleger Andreas Heidtmann formuliert. In diesem Podcast spricht er über die Vorteile eines unabhängigen Verlags, eine besonders treue Lyrik-Community und über sein Vorbild, den Verleger Kurt Wolff. Denn für sein literarisches Engagement ist Andreas Heidtmann 2022 der Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung zuerkannt worden.
Episode 9

Zonenbecki unterwegs: Rebecca Maria Salentin im Gespräch

2700 Kilometer lang ist der „Weg der Freundschaft“ zwischen Eisenach und Budapest, den die Schriftstellerin gelaufen ist. Unterstützt wird sie dabei sowohl digital als auch analog von Freundinnen und Freunden, die sich schnell als ihr persönlicher „Klub Drushba“ erweisen. Das Buch, das sie unter diesem Titel geschrieben hat, erzählt von ihren Erlebnissen, von ihrer Herkunft und vom Glück unterwegs zu sein.
Episode 8

Wohnen, Arbeiten, Lesen. Die Bibliothek als „dritter Ort“: Robert Langer im Gespräch

Die Sächsische Landesfachstelle für Bibliotheken in Chemnitz - ein Mitglied des Sächsischen Literaturrates - stellt kommunalen Bibliotheken im ländlichen Raum Bücher zur Verfügung, berät, informiert und bietet Weiterbildungsmöglichkeiten für Bibliothekarinnen an. Denn gerade in kleineren Orten müssen sie oft Alleskönner sein, sich nicht nur um Bücher und Leserinnen, sondern auch um Veranstaltungen, Technik und Marketing kümmern. Robert Langer leitet die Sächsische Landesfachstelle für Bibliotheken und spricht über Besonderheiten und Herausforderungen der sächsischen Bibliotheken jenseits der Großstädte.
Episode 7

Auch David ist ein Kind von Hoy: Grit Lemke im Gespräch

In ihrem dokumentarischen Roman „Die Kinder von Hoy. Freiheit, Glück und Terror“ erzählt die Autorin und Filmemacherin Grit Lemke von ihrer Jugend in Hoyerswerda. Während das Leben vor dem Fall der Mauer zwischen Plattenbau und "Schwarze Pumpe" vor allem von Arbeit und Kultur bestimmt war, kam es Anfang der 1990er Jahre zum radikalen Bruch. Arbeitslosigkeit, der Verlust sozialer Bindungen und rassistische Gewaltausbrüche gegen Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam lösten kollektive Traumata aus, die bis heute nachwirken.
Episode 6

Vom Reden und vom Schweigen: Daniela Krien im Gespräch

In ihrem aktuellen Roman „Der Brand“ erzählt die Schriftstellerin aus Leipzig einfühlsam von den emotionalen Klippen, die ein Ehepaar aus Dresden auch nach dreißig Jahren noch umschiffen muss. Dass man dabei nicht immer viele Worte braucht, wird ihnen während eines Urlaubs in der Uckermark klar, wo die Landschaft und die Tiere dabei helfen, alte Wunden zu heilen.
Episode 5

Vorgestellt: Der Sächsische Bücherkoffer im Herbst 2021

Der Sächsische Literaturrat empfiehlt im Frühjahr und im Herbst je zehn bemerkenswerte Neuerscheinungen von Schriftstellerinnen, Dichterinnen und Übersetzerinnen in und aus Sachsen. In diesem Podcast stellt Bettina Baltschev die aktuellen Bücher gemeinsam mit der Leipziger Schriftstellerin Rebecca Maria Salentin vor.
Episode 4

Licht und Schatten: Das Kinotagebuch von Victor Klemperer

Der Dresdner Romanist Victor Klemperer war ein leidenschaftlicher Kinogänger, auch noch, als er bereits von den Nationalsozialisten ausgegrenzt wurde. Die Lektorin Nele Holdack und der Filmkritiker Knut Elstermann stellen in diesem Podcast das berührende Kinotagebuch vor, das Klemperer von 1929 bis 1945 geführt hat.
Episode 3

Zwischen den Welten: Katja Oskamp im Gespräch

Weil sie eine Lebenskrise hatte, entschied sich die in Leipzig geborene Schriftstellerin Katja Oskamp mit Ende Vierzig dafür, eine Ausbildung zur Fußpflegerin zu machen und fand bei der Arbeit neuen Stoff für ein Buch: „Marzahn mon Amour“. In diesem Podcast erzählt sie, wie es dazu kam und warum sie sich zwischen diesen ganz unterschiedlichen Welten sehr wohl fühlt. 
Episode 2

Weltbetrachter: die sächsische Lyrikszene in einem Band

Wenn man wissen will, wer in Sachsen in der Lyrikszene eine Stimme hat, der muss zu diesem Gedichtband greifen: "Weltbetrachter. Neue Lyrik. Eine Anthologie aus Sachsen", erschienen im Leipziger Verlag Poetenladen. Im Podcast kommen die Herausgeber Róža Domašcyna und Axel Helbig zu Wort. Die Dichterinnen Undine Materni, Carla Schwiegk, Gregor Kunz und Uwe Hübner lesen eigene Gedicht und Texte weiterer Autorinnen, die ihnen besonders wichtig sind.
Episode 1

Irgendwann werden wir uns alles erzählen: Daniela Krien im Gespräch

„Eines Tages werden wir uns alles erzählen“, so hieß 2011 das Debüt der Leipziger Schriftstellerin Daniela Krien und das ist auch das Motto dieses Podcasts, in dem die Preisträgerin des Sächsischen Literaturpreises 2020 zu Gast ist.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.