Sächsischer Literaturpreis

Informationen zum Preis

Lessing-Förderpreisträger des Freistaates Sachsen 2011 im Gespräch

Der Sächsische Literaturpreis, offiziell: Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, wird unter der Bezeichnung "Literaturpreis" seit 2012 verliehen vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, seit 2020 Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Er wird alle zwei Jahre "für Werke (Manuskripte und Bücher) der letzten Jahre in den Bereichen Lyrik, Prosa und Dramen bzw. auf das bisherige Gesamtwerk eines Autors" vergeben. "In persönlicher Hinsicht soll der Preisträger besonderen Bezug zu Sachsen haben." (Zitate aus der Verwaltungsvorschrift)
Bis 2016 war er mit 5 500 Euro dotiert, seit 2018 beträgt die Dotierung 10 000 Euro. Der Preisträger wird von einer Jury aus fünf Mitgliedern bestimmt, die vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, seit 2020 Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, für die Dauer von sechs Jahren berufen werden. In den Jahren 2006 bis 2010 wurde der Preis unter der Bezeichnung "Literaturförderpreis" ausgereicht. Die Preisverleihung findet im Rahmen unseres Projektes "Landnahme. Autoren und Übersetzer aus Sachsen unterwegs" statt.

2020 wird der Sächsische Literaturpreis erneut vergeben und im Rahmen von "Landnahme" überreicht werden.

Daniela Krien erhält Sächsischen Literaturpreis 2020

Maurice Haas / © Diogenes Verlag

Gemeinsame Pressemitteilung des Sächsischen Literaturrats e.V. und der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus

 
Daniela Krien wird mit dem Sächsischen Literaturpreis 2020 ausgezeichnet. Die in Leipzig lebende Autorin erhält den Preis für ihre bisherigen Prosawerke. Ausgewählt wurde Daniela Krien von einer Jury, die vom Sächsischen Literaturrat e.V. in Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus berufen wurde.

»Mein herzlicher Glückwunsch gilt der Leipziger Autorin Daniela Krien zum Sächsischen Literaturpreis! Die Fachjury würdigt mit ihrer Entscheidung eine wichtige und faszinierende Autorin, die mit einem präzisen Blick selbstbewusste Frauen in den Mittelpunkt stellt. Ihre Bücher sind bedeutende sprachliche Kunstwerke. Sie regen zum Nachdenken über die Gesellschaft, unsere Umgebung und nicht zuletzt über uns selbst an. Der Sächsische Literaturpreis macht auf die Höhepunkte der Literaturlandschaft im Freistaat aufmerksam. Daher ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass wir den Sächsischen Literaturrat bei der Ausrichtung des Preises fördern und das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro stiften«, so Kulturministerin Barbara Klepsch.

Daniela Kriens Prosawerk zeichnet sich von Anfang an durch einen klaren, sinnlichen Ton aus, der seinem eigenen Rhythmus folgt. In der Begründung der Jurymitglieds Undine Materni heißt es:

»Daniela Krien debütierte 2011 mit einem erstaunlichen Roman, dessen Titel als programmatisch für ihre literarische Intention gelesen werden könnte: Irgendwann werden wir uns alles erzählen. Es ist jener Spannungsbogen zwischen irgendwann und alles, in dem im besten Sinne erzählt wird – atmosphärisch, genau, unerbittlich – in einem klaren, sinnlichen Ton, der seinem eigenen Rhythmus folgt. Nie tritt die Autorin ihren Protagonisten zu nahe, doch immer nah genug, um deren Konflikte und Beweggründe wahrzunehmen. Dabei traut sie ihnen einiges zu und schont sie keineswegs. Daniela Kriens Blick hat dabei nichts Voyeuristisches, ihre Anteilnahme nichts Verklärendes. Sie schreibt über starke Gefühle, ohne sentimental zu werden und genau deshalb sind ihre Geschichten – im besten Sinne – wahrhaftig.«

Der Jury des Sächsischen Literaturpreises gehören die Journalistinnen Katrin Wenzel und Karin Großmann (Juryvorsitzende), der Verleger Andreas Heidtmann sowie die Autorin Jayne-Ann Igel (Vorsitzende des Sächsischen Literaturrates) sowie die Lektorin und Autorin Undine Materni an.

Daniela Krien wurde 1975 in Neu-Kaliß (Sachsen-Anhalt) geboren, wuchs in Jena und im Vogtland auf, studierte nach verschiedenen beruflichen Tätigkeiten Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig. Seit 1999 lebt sie dort, seit 2010 als freiberufliche Schriftstellerin.

Der Sächsische Literaturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2012 gemeinsam vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und dem Sächsischen Literaturrat e.V. alle zwei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Autorinnen und Autoren mit einem Bezug zu Sachsen für eine einzelne herausragende Veröffentlichung oder auch ihr bisheriges Schaffen.

Die Preisverleihung wird Anfang Dezember in einem festlichen Rahmen stattfinden. Termin und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Bisherige Preisträger

Sächsischer Literaturpreis
  • 2018: Róža Domašcyna
  • 2016: Franziska Gerstenberg
  • 2014: Jan Kuhlbrodt
  • 2012: Andreas Altmann
Sächsischer Literaturförderpreis
  • 2010: Jens Wonneberger
  • 2008: Undine Materni
  • 2006: Thomas Böhme