In eigener Sache

Aus unseren Mitgliedsvereinen

Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V.
Nach 24-jähriger Tätigkeit für den Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V. wurde am 1. März der Gründungs- und langjährige Vorsitzende Dr. Reiner Tetzner feierlich im Leipziger Haus des Buches verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde der Anglist, Schriftsteller und Maler Prof. Dr. Elmar Schenkel gewählt. Reiner Tetzner wird künftig den vereinseigenen Verlag edition vulcanus betreuen. Der 1995 in Leipzig gegründete Verein widmet sich dem Vergleich von Mythen und Aspekten der Kulturgeschichte verschiedener Kulturkreise, er zielt ab auf die Toleranz zwischen Religionen und Kulturen.

Kuratorium Haus des Buches e.V. Leipzig
Dr. Wolfgang Tittel wurde am 14. März als Vorsitzender des Kuratoriums Haus des Buches e.V. Leipzig feierlich verabschiedet (Siehe dazu auch "angezettelt" H. 2/2019), ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Er ist damit nach Dr. Hans-Karl von Kupsch der zweite, dem diese Würdigung zuteil wurde. Zu Tittels Nachfolger wurde Prof. Dr. Frieder Ammon gewählt. Der 1973 geborene Literaturwissenschaftler arbeitet am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.

Wir gedenken

Lis Kleeberg (1916-2019)
Die in Leipzig geborene und hier im Alter von 102 Jahren verstorbene Schriftstellerin war 1990 Gründungsmitglied des Förderkreises Freie Literaturgesellschaft, des Literaturbüros Leipzig sowie des Vereins zur Förderung der Leipziger Stadtbibliothek. Ihr erster Roman „Schmale Sonne. Roman einer Siebzehnjährigen“ (1975) erschien in vier Auflagen.

Bernd Leistner (1939-2019)
Der habilitierte Literaturwissenschaftler und Schriftsteller war von 1988 bis 1992 Dozent am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“, danach bis 2004 ordentlicher Professor in Chemnitz. Er war 1985 mit dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet worden sowie u.a. Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Dr. Jürgen Krätzer (1959-2019)
Der 1959 in Leipzig geborene und in Taucha lebende Germanist hatte ab 2012 als Herausgeber der Literaturzeitschrift „die horen“ fungiert. Bis dahin hatte er bereits zehn Jahre in der Redaktion mitgewirkt und zudem einzelne „horen“-Bände herausgegeben.

Roswitha Geppert (1943–2018)
Im Jahr 2013 schrieb Volker Ebersbach in seiner Würdigung zu ihrem 70. Geburtstag in "angezettelt" 2/2013: "Wir waren uns in Gesprächen einig: Die Seele altert nicht."

Regine Lemke (1949-2018)
Mit Sachkompetenz, Engagement, Wärme und Fröhlichkeit leitete sie den Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Deutschen Börsenvereins, den Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen, die Gebäudegesellschaft Haus des Buches, das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels und immer wieder unterstützte sie den Sächsischen Literaturrat.

Steffen Mohr (1942-2018)
Der Schriftsteller, Liedermacher, Krimiautor, Radio- und Fernsehmacher bezeichnet sich gern als "Lebenskünstler", er war aus der literarischen Vereinslandschaft Sachsens seit 1990 nicht wegzudenken.

Uwe Nösner (1960-2018)
Der Dresdner Dichter Lyrikbände, zuletzt zwei Bücher zu religiösen und philosophischen Themen. Herausragend war die von ihm vorgenommene Transkription und Erstveröffentlichung von Victor Klemperers Tagebüchern, die ab 1987 als Fortsetzungsserie in der Zeitung erschienen.

Ulrich Schacht (1951–2018)
„Bote des Lichts. Zeuge der Dunkelheit“ - mit diesen Worten überschrieb Sebastian Kleinschmidt in „angezettelt“ 1/2014 seine Laudatio für Ulrich Schacht aus Anlass der Verleihung des Eichendorff-Preises 2013.

Über unsere Ehrenmitglieder

Wir gedenken

Kito Lorenc (1938-2017)
„VOREILIG. Ich plane plane, inzwischen schafft Körper der falsche
Kumpel Tatsachen. Schnell schreibe ich, ihn abzulenken, Nachrufe.“
(Kito Lorenc „Windei in der Wasserhose des Eisheiligen")

Peter Härtling (1933-2017)
„Meine Schritte werden kürzer / und die Entfernungen von Wort zu Wort größer. / (...)“
(Peter Härtling „Zusammenhänge“)

Allgemeines

Neuwahlen beim Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di
Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di hat am 16. Februar auf seiner Bundeskonferenz im Rahmen des 50-jährigen VS-Jubiläums mit mehrtägigem Bundeskongress in Aschaffenburg erstmals in seiner Geschichte einen komplett neuen Bundesvorstand gewählt. Neue VS-Bundesvorsitzende wurde Lena Falkenhagen, stellvertretende Vorsitzende wurden Sven j. Olsson (Hamburg) und Leander Sukov (Bayern), neue Beisitzer sind Pilar Baumeister (NRW) und Claudius Nießen (Sachsen). Der Bundesvorstand wird jeweils für vier Jahre gewählt.

Überarbeitete Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
Für die Förderung von Kunst und Kultur im Freistaat hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) seine Richtlinie überarbeitet und die Vorschriften den aktuellen Erfordernissen angepasst, heißt es in einer Mitteilung des Hauses. Mit der neuen Vorschrift können die Förderzuständigkeiten der Kommunen und Kulturräume, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS), der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen (SLfM) bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des SMWK besser voneinander abgegrenzt werden. Um ein möglichst unbürokratisches und den Wünschen der Geförderten entsprechendes Vorgehen zu gewährleisten, wurde die Vorschrift zudem in einigen Punkten geändert.

Sächsischer Verlagspreis 2019 an Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke
Die Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke in Leipzig wurde am 30. April mit dem Sächsischen Verlagspreis 2019 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10 000 Euro verbunden. „Die Jury hat einen Verlag ausgewählt, dem der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt“, so Kunstministerin Eva-Maria Stange. Die Jury würdigt die bald 30-jährige verlegerische Leistung Peter Hinkes und hebt zudem die besondere künstlerische und grafische Gestaltung der Bücher und Schriftreihen hervor. Auch habe Peter Hinke habe über Jahrzehnte hinweg die enge Verbindung von Buchverlag, Buchhandlung und literarischem Veranstaltungsprogramm erfolgreich vorgelebt. Seine Arbeit habe ihre festen Wurzeln in Leipzig und biete gleichzeitig Impulse über die Literaturstadt und Sachsen hinaus, heißt es auf sachsen.de. (Siehe auch "angezettelt" H. 2/2019)