In eigener Sache

Aus unseren Mitgliedsvereinen

Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.
Angelika Lau, seit Gründung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V. dessen Mitarbeiterin ist zum 31. Dezember 2018 in den Ruhestand gegangen. Zusammen mit der langjährigen Geschäftsführerin Regine Lemke (1949–2018) arbeitete sie von Beginn an in der Geschäftsstelle des Verbandes im Leipziger Haus des Buches. Nachfolgerin wird ab Januar 2019 Heike Haupt, die zuvor u.a. beim Verlag Faber & Faber sowie im Leipziger Universitätsverlag tätig war.

Kuratorium Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig
Ebenfalls zum 31. Dezember 2018 ging die langjährige Geschäftsführerin des Kuratoriums Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig Birgit Peter in den Ruhestand. Verabschiedet wurde sie nach fast 16 Jahren während eines Empfangs am 29. November im Haus des Buches nach einer Lesung von Zsuzsa Bánk aus ihrer Adventsgeschichte „Das Weihnachtshaus“ (Leipzig, edition chrismon). Birgit Peter übergab die Leitung an Thorsten Ahrend, der mit ihr bis 1994 bei Reclam und bis 1997 bei Kiepenheuer arbeitete, dann zum Suhrkamp Verlag und 2004 zum Wallstein Verlag nach Göttingen ging.

Wir trauern um

Roswitha Geppert (1943 – 27. Oktober 2018)
Roswitha Geppert ist am 27. Oktober nach längerer Krankheit verstorben.
1978 erschien ihr Roman "Die Last, die Du nicht trägst". Mit dieser Erzählung über eine Frau, die um und für ihr behindert geborenes Kind kämpft, brach sie ein Tabu und sprach zugleich vielen Menschen aus der Seele, die ähnliches erlebt hatten. Sie war Forstarbeiterin, Abgeordnete, Schöffin, arbeitete für den Rundfunk und für Literatur- und Bürgervereine. Zuletzt erschien das Buch "Der furchtsame Schmetterling" (Treib...ugt Verlag, 2018). Zu den sieben Mutmacher-Märchen von Grit Kurth hat Roswitha Geppert leuchtende Illustrationen gestaltet.
Im Jahr 2013 schrieb Volker Ebersbach in seiner Würdigung zu ihrem 70. Geburtstag in "angezettelt" Heft 2/2013: "Wir waren uns in Gesprächen einig: Die Seele altert nicht."

Ulrich Schacht (1951 – 16. September 2018)
„Bote des Lichts. Zeuge der Dunkelheit“
Mit diesen Worten überschrieb Sebastian Kleinschmidt einen in unserem Heft „angezettelt“ 1/2014 veröffentlichten Auszug aus seiner Laudatio für Ulrich Schacht aus Anlass der Verleihung des Eichendorff-Preises 2013 an Ulrich Schacht.

Die Gezeiten
Niemand verbirgt das Wasser wenn
es den Strand berührt. Nur die Monde
sind blasser weil das Licht sie
verführt. Zwischen Gestein und
Algen brennt die Welt sich kalt: Nebel
hängen am Galgen über den Ufern im
Wald. Deute die Zeichen die Wellen.
Oder zähle sie nur. Niemand kann sich
verstellen vor der endenden Spur.
(Aus: Ulrich Schacht „Platon denkt ein Gedicht“, Edition Rugerup, 2015)

Wir gedenken

Regine Lemke (1949-2018)
Klugheit, Sachkompetenz, Engagement, Wärme, Herzlichkeit und Fröhlichkeit - das waren ihre Markenzeichen, überall und ganz besonders im Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Deutschen Börsenvereins, im Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen, in der Gebäudegesellschaft Haus des Buches, im Sozialwerk des Deutschen Buchhandels und immer wieder auch bei uns, im Sächsischen Literaturrat.

Steffen Mohr (1942-2018)
Der Schriftsteller, Liedermacher, Krimiautor, Radio- und Fernsehmacher bezeichnet sich gern als "Lebenskünstler", er war aus der literarischen Vereinslandschaft Sachsens seit 1990 nicht wegzudenken.

Über unsere Ehrenmitglieder

Wir gedenken

Kito Lorenc (1938-2017)
„VOREILIG. Ich plane plane, inzwischen schafft Körper der falsche
Kumpel Tatsachen. Schnell schreibe ich, ihn abzulenken, Nachrufe.“
(Kito Lorenc „Windei in der Wasserhose des Eisheiligen")

Peter Härtling (1933-2017)
„Meine Schritte werden kürzer / und die Entfernungen von Wort zu Wort größer. / (...)“
(Peter Härtling „Zusammenhänge“)

Allgemeines

Kunst- und Kulturförderung in Sachsen 2019/2020
Erstmals sollen in Sachsen mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr für Wissenschaft und Kunst in Sachsen ausgegeben werden. Dies bedeutet für den Etat des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Vergleich zu 2018 eine Steigerung von 4,7 Prozent (2019) bzw. 6,1 (2010) Prozent. Speziell für die Kultur sind statt derzeit 217 Millionen Euro für die kommenden beiden Jahre Ausgaben von je rund 240 Millionen Euro im Haushalt des Kunstministeriums geplant. Dazu gehören als Kern ein Aufwuchs beim Sächsischen Kulturraumgesetz, doch wird auch die allgemeine Kunst- und Kulturförderung ansteigen.

Dresdner Literaturkalender
Ab Januar 2019 wird der Dresdner Literaturkalender mit dem monatlich erscheinenden Veranstaltungskalender der Städtischen Bibliotheken verbunden werden. Wie das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt zudem mitteilte, werde an einer digitalen Veranstaltungsplattform „Literaturnetz-Dresden“ gearbeitet, die im Frühjahr 2019 online gehen soll. Auch dort können Veranstalter auf ihre geplanten Termine aufmerksam machen.

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Kunst und Kulturprojekte im Freistaat Sachsen werden im ersten Halbjahr 2019 durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) mit rund 2,1 Millionen Euro fördert. Wie die KdFS mitteilte, wurden 198 Vorhaben bewilligt. Im Bereich Literatur zählen dazu u.a. die 2019 zum 52. Mal stattfindenden in „Lessing-Tage“ in Kamenz, die Literaturzeitschriften „Edit“, „Ostragehege“, „poet Literaturmagazin“ sowie die KrimiLiteraturTage Vogtland, 10. UV – die Lesung der unabhängigen Verlage, Literarische Alphabete und der 4. Zwickauer Literaturfrühling.
Die KdFS vergab zudem Stipendien für 2019 in Höhe von 1 100 Euro monatlich. In der Sparte Literatur gehen sie für 6 Monate an Jörg Jacob, Undine Materni, Jens Wonneberger, für 3 Monate an Patrick Beck, Laura Naumann, Andra Schwarz, Volker Sielaff, Thomas Weiler. Das Programm Auswärtsspiel können wahrnehmen: Ulrike Feibig in der At-Home-Gallery Samorin/Slowakei, im Gerhart-Hauptmann-Haus Agnetendorf / Polen Johannes Hoffmann, im Edith-Stein-Haus Breslau / Polen Roman Israel, im Literaturhaus Prag / Tschechien Jonathan Böhm sowie in VerArtis Nonprofit Pécs / Ungarn Peter Gehrisch.

Monopolkommission: Buchpreisbindung
Die Monopolkommission hat ihr Sondergutachten „Die Buchpreisbindung in einem sich ändernden Marktumfeld“ vorgelegt, darin spricht sie sich für eine Abschaffung der Buchpreisbindung aus. Als sächsischer Landesdachverband für Literatur plädieren wir für den Erhalt der Buchpreisbindung und schließen uns den nachfolgenden Worten des Verlegers und Schriftstellers Jo Lendle an, zitiert aus seinem offenen Brief an die Monopolkommission vom 30. Juni 2018: „Mir ist bewusst, dass ein Leben ohne Buchpreisbindung möglich wäre. Aber ist es erstrebenswert? Die Beispiele anderer Länder zeigen ohne Ausnahme, dass die Abschaffung von Buchpreisbindungen hässlich macht: die Buchhandelslandschaft ebenso wie die Verlagsprogramme. Und mit Ausnahme einiger Bestseller werden nicht einmal die Bücher billiger.“

Künstlersozialversicherung (KSK)
Der Abgabesatz zur KSK beträgt auch 2019 4,2 Prozent.