Komm! Ins Offene - Sächsische Autor*innen und Übersetzer*innen lesen und schreiben während der Corona-Krise

Informationen zum Projekt

Autor*innen leben in Deutschland nicht nur von Buchverkäufen, sondern auch von Lesungen und Literaturveranstal-tungen. Als Folge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus müssen seit Anfang März nahezu sämtliche Veranstaltungen abgesagt werden, ein Ende dieses Zustandes ist derzeit nicht in Sicht. Das trifft viele Autor*innen, aber auch Übersetzer*innen und Literaturmittler*innen außerordentlich hart – vor allem jene, die in diesem Frühjahr mit Neuerscheinungen an die Öffentlichkeit getreten sind. Der Sächsische Literaturrat e.V. möchte mit dem Projekt „Komm! Ins Offene“ in diesem Jahr, in dem wir auch des 250. Geburtstages Friedrich Hölderlins gedenken, einen kleinen Ausgleich dafür schaffen.
Unter dem einem Hölderlin-Gedicht entlehnten Titel „Komm! Ins Offene“ (Elegie „Der Gang aufs Land“) möchten wir für Autor*innen und Übersetzer*innen, die in Sachsen geboren sind und/oder hier leben, ein virtuelles Podium auf einer neuen Internetseite bieten. Vom 15. Mai bis zum 31. Juli werden auf dieser Seite Lesungen aller Genres im Live-Stream zu sehen sein, gleichzeitig erscheinen kurze, bisher unveröffentlichte Texte, die den Einfluss der gegenwärtigen Situation auf die schriftstellerische Arbeit reflektieren und/oder Perspektiven für die Zukunft der literarischen Landschaft entwickeln; möglich sind dabei auch andere kurze Textsorten, wie z.B. Tagebuchnotizen, Miniaturen oder Kurzrezensionen zu thematisch passenden Büchern o.ä.
Pro Lesung kann ein Honorar von 300 Euro gezahlt werden, für einen Text wird ein Honorar von 50 Euro gezahlt, wobei jede*r Autor*in oder Übersetzer*in mindestens zwei und höchstens vier Texte (mit jeweils verschiedenen Ansätzen) einreichen kann. Für das Lesungsprojekt sowie das Blog können derzeit jeweils bis zu 30 Autor*innen und Übersetzer*innen Berücksichtigung finden.
Die Auswahl trifft der Vorstand des Sächsischen Literaturrates e.V., der ein orts-, generationen- und genre-übergreifendes Spektrum zusammenstellen wird.

Online-Lesungen

Die Lesungen starteten in der 21. Kalenderwoche und finden dann jeweils am Dienstag und am Donnerstag statt. Kanallink: www.youtube.com
 
Mai
  • 19. Mai, 21 Uhr - Thomas Podhostnik: Unter Steinen
  • 21. Mai, 21 Uhr - Kurt Mondaugen: Im Auge des Hurrikans
  • 26. Mai, 21 Uhr - Janna Steenfatt: Die Überflüssigkeit der Dinge
  • 28. Mai, 21 Uhr - Andra Schwarz: 5 mal 5
Juni
  •   2. Juni, 21 Uhr - Franziska Gerstenberg: Da brennt ein Haus
  •   4. Juni, 15 Uhr - Frauke Angel: Das tut weh und ist schön (für Kinder ab 10 Jahren)
  •   9. Juni, 21 Uhr - Lara Hampe: Prosaminiaturen
  • 18. Juni, 21 Uhr - Christine Koschmieder: Trümmerfrauen
  • 11. Juni, 21 Uhr - Uwe Kolbe: Imago

Weitere Termine folgen.

Blog

Am 15. Mai eröffnete der Sächsische Literaturrat e.V. seine Blog-Reihe im Rahmen von "Komm! Ins Offene".
 
Bisherige Texte
  • 15. Mai - Sibylla Vričić Hausmann: Warum bin ich nur immer so versöhnlich?
  • 18. Mai - Jan Škrob: Gekippt. Übersetzung aus dem Tschechischen von Martina Lisa 

Weitere Texte folgen.

Details zur Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen für das Blog bzw. die Online-Lesung sollen bis zum 5. Mai 2020 digital in einer pdf-Datei an komm.ins.offene@gmail.com eingereicht werden.
Bitte senden Sie auch Rückfragen u.ä. an komm.ins.offene@gmail.com

Die Bewerbung muss Folgendes enthalten:

Für das Blog

  • 2 bis 4 Texte (unveröffentlicht, Umfang pro Text ca. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • biobibliografische Angaben
  • Fragebogen des Sächsischen Literaturrats zu den Einkommensverlusten durch die Corona-Krise (freiwillig; siehe Download unten)
  • ggf. Hinweis auf Mitgliedschaft in einem Mitgliedsverein des Sächsischen Literaturrats e.V.

Für die Online-Lesung

  • Kurzkonzept für eine ca. 25-minütige Online-Lesung
  • Erklärung, dass die Rechte am Text bei Autor*in/Übersetzer*in liegen bzw. dass der Verlag die Rechte für diese Nutzung einräumt
  • biobibliografische Angaben
  • Fragebogen des Sächsischen Literaturrats zu den Einkommensverlusten durch die Corona-Krise (freiwillig; siehe Download unten)
  • ggf. Hinweis auf Mitgliedschaft in einem der Mitgliedsvereine des Sächsischen Literaturrats e.V.

Hinweis für die Online-Lesung:
Technische Voraussetzungen sind ein Laptop mit Kamera und eingebautem Mikrofon sowie ein Internetzugang. Die Autor*innen erhalten vom Sächsischen Literaturrat e.V. eine Handreichung mit Hinweisen für die Aufnahme.

Für Blog und Online-Lesung gilt:
Antragsberechtigt sind ausschließlich Autor*innen und Übersetzer*innen, die in Sachsen geboren sind und/oder hier leben.

Fragebogen zu Einkommensverlusten durch die Corona-Krise

FB-Einkommensverluste-Corona-Krise.pdf (29,8 KiB)