Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen

Die Literatur unseres Nachbarlandes Polens ist vielstimmig, vielschichtig und hierzulande viel zu wenig bekannt. Dies ist umso bedauerlicher, da sie in den vergangenen Jahren immer wieder auch einen Bogen zur deutsch-polnischen Geschichte und Gegenwart schlägt. Letzteres zeigten beispielsweise die acht Veranstaltungen der vom Sächsischen Literaturrat e. V. und dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig veranstalteten Deutsch-Polnischen Literaturtage in Sachsen 2011, die unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und des Botschafters der Republik Polen standen. Politischer Rahmen des Lese- und Literaturfestivals waren das 20-jährige Bestehen des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 17. Juni 1991 sowie die polnische EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011. Das Motto der Literaturtage lautete „Identitäten im Wandel“.
Mitwirkende waren u.a. Artur Becker, Julia Fiedorczuk, Werner Heiduczek, Sabrina Janesch, Basil Kerski, Thomas Rosenlöcher, Tomasz Różycki, Andre Rudolph, Dr. Hans-Christian Trepte und Gernot Wolfram.

Deutsch-Tschechische Literaturtage

Die Deutsch-Tschechischen Literaturtage fanden seit Mitte der 90er Jahre statt. 1994 als Sächsisch-Tschechische Literaturtage vom Sächsischen Schriftstellerverein e.V. in Chemnitz durchgeführt, erlebten sie 1997, 2000, 2004 und 2007 als Deutsch-Tschechische Literaturtage unter Federführung des Sächsischen Literaturrates e.V. und des Kulturamtes der Stadt Chemnitz ihre Fortführung. Veranstaltungsort war dabei nicht allein Chemnitz; Lesungen und Ausstellungen fanden auch in kleineren Städten des Umlandes und der deutsch-tschechischen Grenzregion sowie 2007 erstmals in Usti nad Labem, der tschechischen Partnerstadt von Chemnitz, statt. 2004 und 2007 wurden die/der Sächsische Staatsminister/in für Wissenschaft und Kunst sowie der Generalkonsul der Tschechischen Republik in Dresden für die Schirmherrschaft gewonnen .
Zu den Gästen der Deutsch-Tschechischen Literaturtage zählten u.a. Ota Filip, Daniela Fischerová, Viola Fischerová, Arnošt Goldflam, Jiří Gruša, Petra Hůlová, Tomáš Kafka, Pavel Kohout, Jindrich Mann, Josef Nesvadba, Iva Procházková, Jaroslav Rudiš, Jáchym Topol, Vlastimil Třešňák sowie von deutscher Seite u.a. Andreas Altmann, Jörg Bernig, Jurij Brězan, Uwe Grüning, Rainer Klis, Angela Krauß, Clemens Meyer, Günter Saalmann, Klaus Wagenbach und Jens Wonneberger.

Sächsische Literaturtage

Die Sächsischen Literaturtage wurden 1999 vom Sächsischen Literaturrat e.V. ins Leben gerufen und fanden von 2001 bis 2008 fünfmal unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten statt. Das Besondere dieses gemeinsam mit einem ländlichen Kulturraum veranstalteten Lese- und Literaturfestivals bestand darin, daß es sich dezidiert an die Leser und Literaturinteressierten des ländlichen Raumes wandte. Bei den Sächsischen Literaturtagen handelte es sich um das größte Literaturfest abseits der drei urbanen Zentren Leipzig, Dresden und Chemnitz.

  • 5. Sächsische Literaturtage (2008) Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien
  • 4. Sächsische Literaturtage (2006) Kulturraum Leipziger Raum
  • 3. Sächsische Literaturtage (2003) Kulturraum Zwickauer Raum
  • 2. Sächsische Literaturtage (2001) Kulturraum Mittelsachsen
  • 1. Sächsische Literaturtage (1999) Kulturraum Vogtland
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